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Schon vor 35 Jahren wurden in der Germanistik die traditionellen Kanon-Vorstellungen in Forschung und Lehre kritisiert: In ihrem frühen Aufsatz haben v. Heydebrand/Winko (1994) beispielsweise die Rezeptionsgeschichte von Theodor Fontanes Effi Briest mit Gabriele Reuters Aus guter Familie (beide 1895 erschienen) verglichen und analysiert, wie einer der beiden Text in den literarischen Kanon gefunden hat, während der andere in Vergessenheit geriet. Dass es dabei der männliche Autor war, dessen Roman sich durchgesetzt hat, ist kein Zufall. Die beiden Forscherinnen sprechen von einem "Phänomen", das bis ins 20. Jahrhundert reiche: "In Literaturgeschichten werden sie [die weiblichen Autorinne...
Der vorliegende Band untersucht, inwiefern und mit welchem Ziel die aus Albanien stammenden Autorinnen Ornela Vorpsi und Bessa Myftiu die Distanz, die sie zu ihrem Herkunftsland geschaffen haben, in ihren literarischen Texten weiterführen. Beide lebten bis zum Fall der kommunistischen Regimes im Jahr 1991 in Albanien, Vorpsi emigrierte zunächst nach Italien, später nach Frankreich, Myftiu hingegen in die Schweiz. Beide Autorinnen wechselten im Zuge ihrer Migration außerdem die (Literatur-)Sprache. Unter anderem wird im Band der Frage nachgegangen, wie sich diese geographische und sprachliche Distanz auf die ästhetische Gestaltung der literarischen Werke auswirkt. Es wird die These aufge...
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