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Die Auswertung qualitativen Datenmaterials in Interpretationsgruppen und Forschungswerkstätten ist mittlerweile zu einem methodenübergreifenden Qualitätsstandard avanciert. Es besteht jedoch ein eklatantes und irritierendes Forschungsdesiderat. Um mehr darüber zu erfahren, was in solchen Gruppen geschieht und woher das große Qualitätsversprechen rührt, hat die Autorin Theorie und Praxis von Interpretationsgruppen beforscht. In dieser Arbeit setzt sie sich kritisch mit dem Forschungsstand und den Selbstverständnissen der Gruppeninterpretationspraxis auseinander. Dabei identifiziert sie eine Verschiebung vom Anspruch einer Demokratisierung des Wissens hin zu einem Qualitätsversprechen...
In qualitativer Forschung ist eine wachsende Bereitschaft zu bemerken, die eigenen theoretischen Ansprüche reflexiv zu wenden. Wissensproduktion wird zunehmend als Prozess anerkannt, in dessen Verlauf Akteure nicht primär feststehenden Regeln folgen, sondern immer wieder neu methodische Entscheidungen treffen (müssen), die zugleich Implikationen für das produzierte Wissen haben. Manches wird sichtbar (und artikulierbar), anderes nicht. Der Sammelband geht von der Annahme aus, dass qualitative Sozialforschung ihre Akteure mit strukturellen Widersprüchen konfrontiert, sobald diese ihren theoretischen Ansprüchen im konkreten Forschungshandeln „gerecht“ zu werden versuchen. Indem er methodologische Ansätze und Strategien diskutiert, die etwa in den Gender und Postcolonial Studies, der psychoanalytischen Sozialpsychologie und der partizipativen Forschung entwickelt wurden, um mit ihnen produktiv umzugehen, versteht er sich als Beitrag zu einem kritischen und dezentrierten Methodenverständnis in qualitativer Forschung.
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Die Nachfrage nach IT-Freelancern ist nach wie vor sehr hoch und bedingt die hohe Marktmacht dieser Gruppe von Solo-Selbstständigen. Ihre Interessen und Strategien, mit denen sie diese durchzusetzen versuchen, sind ebenso von spezifischen Paradoxien geprägt, wie auch ihre Arbeitsanforderungen und das Arbeitssetting: radikale Selbstbestimmung vs. Teamzugehörigkeit, Konkurrenz vs. Kooperation, Flexibilität vs. mangelnde Sicherheit. Im Feld der projektgebundenen IT-Arbeit kristallisieren sich die Ambivalenzen selbstständiger Arbeit zwischen Freiheit und Marktzwang und gewähren damit einen guten Einblick auf individuelles sowie kollektives Interessenhandeln dieser Gruppe von Erwerbstätigen.
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