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Die Reformation markiert einen Aufbruch, der Frauen neue Handlungsmöglichkeiten eröffnete und Vorstellungen der Geschlechterordnung sowie der Rollen von Männern und Frauen, Müttern und Vätern, Eheleuten und der Familie wandelte. Der Band nimmt daher nicht nur Konzepte von Weiblichkeit in den Blick, sondern auch Männlichkeit, Ehe und Familie. Der Schwerpunkt liegt darauf, diese Phänomene in Hinblick auf unterschiedliche künstlerische und mediale Repräsentationsformen von Geschlechtlichkeit in konfessionellen Kontexten zu erkunden. Als gemeinsamer methodischer Zugriff dient dabei das Konzept der Interkonfessionalität: So sollen Durchlässigkeiten zwischen den Konfessionen und konfess...
Mit ihrem neuartigen Medieneinsatz revolutionierten die frühen Jesuiten die darstellende und bildende Kunst ihrer Zeit. Ein vergleichender Blick auf das Schauspiel, den Sakralbau und die Malerei ermöglicht die Rekonstruktion eines Mediendispositivs, das seine Schlagkraft bis in die Gegenwart hinein behauptet. Die an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte angesiedelte Arbeit stellt die Frage nach der Herkunft, der Funktion sowie der theologischen und frömmigkeitsdidaktischen Argumentation hinter dem Medieneinsatz des Ordens. Der Schwerpunkt liegt auf den Theaterproduktionen der Jesuiten, die mit Fest- und Aufführungsberichten und Legenden sowie mit dem Sakralbau u...
Gedichte wandern häufig vom einzelnen Blatt oder Brief in unterschiedliche Lyriksammlungen oder Romane, in denen sie aufgrund der veränderten Umgebung neue Bedeutung erlangen. Ähnliches geschieht, wenn die Kanzone aus dem altokzitanischen Sprachraum oder das Sonett von Sizilien aus in andere Regionen und Sprachen migrieren oder wenn Melodien von geistlichen Liedern neue weltliche Texte erhalten. Der Band untersucht solche lyrischen Migrationen in mediengeschichtlicher, praxeologischer und literaturwissenschaftlicher Hinsicht. Er fragt nach den Akteuren und Institutionen, die diese lyrischen Migrationen ermöglichen, und versucht zu ergründen, weshalb bestimmte Texte und Formen migrationsaffiner sind als andere. Dies geschieht aus einer historisch-konstellativen Perspektive anhand der Schwellenzeiten um 1300 und um 1800. Gefragt wird so auch nach Modellen, wie sich die Kontinuitäten und Diskontinuitäten lyrischer Formationen literarhistorisch gewinnbringend fassen lassen.
A five-volume scholarly catalogue of the rich collection of fifteenth-century southern Netherlandish paintings in the Royal Museums of Fine Arts of Belgium in Brussels. Each work is the subject of a thorough analysis covering technical, historical, iconographical and stylistic aspects. The catalogue contains colour reproductions of a
Die Arbeit befasst sich in auslegungsgeschichtlicher Perspektive mit der in der Frühen Neuzeit äußerst prominent in Erscheinung tretenden Motivik des Gnadenstuhls, der Deckelplatte der alttestamentlichen Bundeslade. Ausgehend von der in Röm 3,25 erblickten Identifikation des Gnadenstuhls mit Christus kam es zu einer facettenreichen Entfaltung der Thematik in den Medien und Konfessionen der Frühen Neuzeit. Die intertestamentarisch geprägte Gnadenstuhl-Motivik diente dabei nicht nur zur bloßen Illustration theologischer Zusammenhänge, sondern trug vielmehr zur produktiven Durchdringung und Weiterentwicklung basaler Themen wie etwa der Bildtheologie, der Heiligenverehrung, des Gebets, d...
Situated at the intersection of theology, history, literature, and the arts, this edited volume introduces the concept of spiritual intermediality and highlights its central role in early modern piety across various Christian denominations. The case studies present a diverse array of perspectives that explore different forms and functions of intermediality in devotional practices of 16th- and 17th-century Europe, thereby enhancing our understanding of the medial conditions and intermedial aspects of devotion during one of the most fruitful periods of devotional arts and practices in Europe. By arguing that early modern devotion often relied on intermedial forms of expression to unfold its full semantic and performative potential, the volume sheds new light on the rich web of media that shaped early modern Christian culture. Contributors include: Wietse de Boer, Marlene Dirschauer, Marc Föcking, Rogier Gerrits, Tara Hamling, Jenny Körber, Judith Lipperheide, Cosima Macco, Alec Ryrie, Franziska Schreiber, James Simpson, Jeffrey Chipps Smith, Stephanie Wodianka, and Katharina Worms.